Pick-Fehlerquote
Was ist die Pick-Fehlerquote?
Die Pick-Fehlerquote misst den Anteil der falsch kommissionierten Positionen im Lagerprozess. Sie ist eine zentrale Qualitätskennzahl auf Positionsebene und dient als Frühindikator für Probleme in der Kommissionierung.
Wie wird die Pick-Fehlerquote berechnet?
Formel:
(Fehlpicks ÷ Gesamtanzahl Picks) × 100
Beispiel
10.000 Picks pro Tag
davon 50 fehlerhaft
→ Pick-Fehlerquote = 0,5 %
Benchmarks
- < 0,5 % → sehr gut
- 0,5–1 % → akzeptabel
- > 1 % → kritisch
Bedeutung in der Praxis
Schon kleine Fehlerquoten können große Auswirkungen haben:
- steigende Retouren
- höhere Kosten
- sinkende Kundenzufriedenheit
👉 Die Pick-Fehlerquote wirkt sich direkt auf die Auftragsgenauigkeit aus.
Typische Ursachen für Fehler
- visuell ähnliche Artikel
- schlechte Lagerplatzkennzeichnung
- fehlende Scans
- Zeitdruck im Picking
- unklare Prozesse
Wie lässt sich die Pick-Fehlerquote reduzieren?
1. Scanpflicht einführen
Barcode-Scans bei jedem Pick
2. Pick-by-Technologien nutzen
-
Pick-by-Light
-
Pick-by-Voice
3. Lagerstruktur optimieren
Vermeidung ähnlicher Artikel nebeneinander
4. Schulung der Mitarbeiter
Klare Standards und Prozesse
Typische Fehler bei der Interpretation
👉 Eine niedrige Pick-Fehlerquote kann trügerisch sein, wenn:
- Fehler nicht erfasst werden
- Retouren nicht korrekt zugeordnet sind
Zusammenhang mit anderen KPIs
- Auftragsgenauigkeit
- Retourenquote
- Kommissionierleistung
Praxisbeispiel
Ein Unternehmen führt Scanpflicht ein:
- vorher: 1,2 %
- nach Einführung: 0,4 %
→ deutliche Qualitätssteigerung
❓ FAQ
Was ist der Unterschied zur Auftragsgenauigkeit?
- Pick-Fehlerquote → Positionsebene
- Auftragsgenauigkeit → Auftragsebene
Wie oft messen?
Täglich oder in Echtzeit im WMS.
Fazit
Die Pick-Fehlerquote ist eine der wichtigsten Qualitätskennzahlen im Lager und ein zentraler Hebel zur Reduktion von Fehlerkosten.