Wave Picking
Wave Picking ist eine Methode zur zeitlichen Steuerung der Kommissionierung, bei der Aufträge in Gruppen – sogenannten Wellen – organisiert und gemeinsam bearbeitet werden.
Was ist Wave Picking?
Beim Wave Picking werden Aufträge nicht kontinuierlich abgearbeitet, sondern zu bestimmten Zeitpunkten gesammelt freigegeben. Diese Bündelung erfolgt meist auf Basis von Versandzeiten, Prioritäten oder logistischen Anforderungen.
Das Ziel besteht darin, die Kommissionierung besser mit nachgelagerten Prozessen wie Verpackung und Versand zu synchronisieren.
Wie funktioniert Wave Picking im Lager?
In der Praxis plant das Lagerverwaltungssystem verschiedene Wellen, beispielsweise für unterschiedliche Versandfenster im Laufe des Tages. Alle Aufträge, die zu einer bestimmten Welle gehören, werden gemeinsam zur Bearbeitung freigegeben.
Die Kommissionierung erfolgt dann häufig in Kombination mit anderen Methoden wie Batch oder Zone Picking, um die Effizienz weiter zu steigern.
Welche Rolle spielt ein Warehouse Management System (WMS)?
Wave Picking ist stark systemgetrieben. Ein WMS übernimmt die Planung und Steuerung der Wellen und sorgt dafür, dass Aufträge zur richtigen Zeit und in der richtigen Reihenfolge bearbeitet werden.
Darüber hinaus koordiniert das System die Abstimmung mit Verpackung, Versand und gegebenenfalls Transportdienstleistern.
Vorteile und Herausforderungen
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der hohen Planbarkeit. Arbeitslasten können gezielt gesteuert und Ressourcen effizient eingesetzt werden.
Allerdings geht diese Struktur oft zulasten der Flexibilität. Kurzfristige Änderungen oder dringende Aufträge lassen sich innerhalb einer laufenden Welle nur schwer integrieren.
Typische Einsatzbereiche
Wave Picking wird vor allem in größeren Distributionszentren und im E-Commerce eingesetzt, insbesondere wenn feste Versandzeiten oder Cut-off-Zeiten eingehalten werden müssen.
💡Siehe auch Bitergo Glossar: Kommissioniermethoden