Lagerumschlagshäufigkeit (Inventory Turnover)
Was ist die Lagerumschlagshäufigkeit?
Die Lagerumschlagshäufigkeit beschreibt, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft oder verbraucht wird.
Sie ist eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der Kapitalbindung im Lager.
Wie wird sie berechnet?
Formel:
Wareneinsatz ÷ durchschnittlicher Lagerbestand
Beispiel:
Wareneinsatz: 1.000.000 €
Durchschnittlicher Lagerbestand: 200.000 €
→ Lagerumschlag = 5
Benchmarks
- E-Commerce: 8–12
- Industrie: 4–8
Bedeutung
Ein hoher Lagerumschlag bedeutet:
- geringe Kapitalbindung
- schnelle Warenbewegung
- effiziente Prozesse
Ein niedriger Umschlag deutet auf:
- Überbestände
- schwache Nachfrage
- ineffiziente Planung
Optimierungsmöglichkeiten
- Sortimentsbereinigung
- bessere Prognosen
- Reduktion von Slow-Movern
- engere Abstimmung mit Einkauf
Typische Fehler
👉 Zu hoher Umschlag kann auch problematisch sein:
- erhöhte Out-of-Stock-Risiken
- geringere Lieferfähigkeit
Zusammenhang mit anderen KPIs
- Lagerreichweite
- Bestandsverfügbarkeit
- Forecast Accuracy
Praxisbeispiel
Ein Händler reduziert seinen Bestand:
- vorher: Umschlag 5
- nach Optimierung: Umschlag 9
→ Kapitalbindung deutlich gesenkt
❓ FAQ
Ist ein hoher Lagerumschlag immer gut?
Nein – er muss zur Lieferfähigkeit passen.
Wie kann man den Umschlag erhöhen?
Durch bessere Planung und geringere Bestände.
Fazit
Die Lagerumschlagshäufigkeit ist ein Schlüsselindikator für Effizienz und Kapitalnutzung im Lager.
👉 Ziel ist die Balance zwischen Verfügbarkeit und Kapitalbindung.