Goods-to-Person ist ein automatisiertes Kommissionierprinzip, bei dem die Ware aktiv zum Mitarbeiter transportiert wird, anstatt dass dieser durch das Lager läuft.
Im Gegensatz zur klassischen Kommissionierung bewegen sich beim Goods-to-Person-Prinzip nicht die Mitarbeiter, sondern die Artikel. Diese werden über automatisierte Systeme wie Roboter, Shuttles oder Fördertechnik zu festen Arbeitsplätzen gebracht.
Dort erfolgt die eigentliche Kommissionierung.
Die benötigten Artikel werden vom System identifiziert und automatisch zu einem Pickplatz transportiert. Der Mitarbeiter entnimmt die Ware und ordnet sie dem entsprechenden Auftrag zu.
Dieser Prozess läuft kontinuierlich und ermöglicht eine sehr hohe Taktung.
Das Warehouse Management System (WMS) übernimmt die zentrale Steuerung aller Prozesse. Es entscheidet, welche Artikel wann und in welcher Reihenfolge bereitgestellt werden, und koordiniert die Bewegungen der automatisierten Systeme.
Ohne diese Steuerung wäre ein effizienter Betrieb nicht möglich.
Der größte Vorteil liegt in der drastischen Reduzierung von Laufwegen und der hohen Effizienz. Gleichzeitig verbessert sich die Ergonomie für die Mitarbeiter.
Dem gegenüber stehen hohe Investitionskosten und eine komplexe Implementierung.
Goods-to-Person wird vor allem in großen, automatisierten Lagern und im E-Commerce eingesetzt, wo hohe Volumina verarbeitet werden müssen.
💡Siehe auch Bitergo Glossar: Kommissioniermethoden