Mit der mobile App Einlagerung wird eine App auf den mobilen Endgeräten zur Verfügung gestellt, die es ermöglicht Ware aus dem Wareneingangsbereich aufzunehmen und im Lager einzulagern. Die mobile App Einlagerung orientiert sich an einem gewählten Wareneingangs-Lagerplatz, auf dem alle Lagereinheiten eingelagert werden sollen.
Die Einlagerung schlägt einen Lagerplatz vor, auf dem die Ware abgestellt werden kann. Hierfür verwendet sie die sogenannte Einlagerstrategie. Die Einlagerstrategie sucht unter den möglichen Lagerplätzen einen konkreten Lagerplatz aus:
Lagerstufe |
Filterung |
Strategien/Alternativen |
Alle freien Lagerplätze |
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LHM-Einschränkungen |
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Falls für Lagerplätze Einschränkungen hinterlegt sind bezüglich der möglichen Ladehilfsmitteln (LoadSupportRestriction) können auch nur diese auf den Lagerplätzen eingelagert werden. Lagerplätze ohne Einschränkungen können beliebig verwendet werden. Lagerplätze, die von der Kapazität ein Dazustellen ermöglichen, haben aufgrund des Datenmodells auch gleichzeitig eine Einschränkung (LoadsupportRestriction) hinterlegt. Hier muss sichergestellt werden, dass nicht verschiedene LHM gemischt werden, da sonst die Kapazitätsberechnung nicht mehr funktioniert. Die erste Palette entscheidet die Verwendung der Lagerplätze. |
Physikalisch mögliche Lagerplätze |
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Die Abmessungen der Palette (LxBxH) müssen auf den Lagerplatz möglich sein. Hier wird nur eine grundsätzliche Überprüfung durchgeführt. Insbesondere für Plätze mit einer Kapazität >1 funktioniert dies nur mit Einschränkungen. Die BaseApps überprüfen nur die Höhe der HandlingUnit und das Gewicht. Die Höhe der HandlingUnit muss kleiner sein als die zulässige Höhe auf dem Lagerplatz (fehlende Einträge auf der HandlingUnit und/oder der Binlocation machen den Check unmöglich --> Platz für Palette möglich). Das Gewicht muss zum maximal möglichen Gewicht des Lagerplatzes passen. Lagerplätze ohne Angaben werden unbeschränkt genutzt. Das Gewicht der HandlingUnit muss kleiner sein als das maximale Gewicht auf dem Lagerplatz abzüglich den dort bereits stehenden HandlingUnits. |
Artikel-Einschränkungen |
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Artikel mit Stammplätzen werden vorzugsweise auf diesen Plätzen eingelagert. Falls dort kein freier Platz ist, können auch andere Plätze herangezogen werden. Auf Plätze mit einer Artikelzuordnung darf auf keinen Fall ein anderer Artikel gestellt werden. Temperaturklassen und Gefahrgutklassen werden über Klassifizierungen abgebildet. Pro Artikel können 1..n Klassifizierungen hinterlegt werden, die unbedingt erfüllt sein müssen. Dies können auch andere Klassifizierungen sein. |
Auswahlstrategie |
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Neben den Pflichtklassifizierungen können hier Sollklassifizierungen hinterlegt werden, die aber nicht streng eingehalten werden müssen. Man kann dies als Artikel-Empfehlungen sehen. Zustellen der gleichen LHM (LoadSupport mit LoadSupportRestrictions) haben Vorrang vor ABC-Strategien. ABC-Sortierungen sollen dafür sorgen, dass schnelldrehende Artikel (A-Artikel) auch in gut erreichbaren Lagerplätzen (A-Lagerplätze) stehen und die selten laufenden Artikel (C-Artikel) eher "hinten" stehen. Strategie sind so aus, dass man versucht das zum Artikel passende Fach zu finden:
Artikel ohne ABC-Einteilung werden auch in Lagerplätze ohne ABC-Zonierung gesetzt. Ansonsten in der Reihenfolge C-B-A suchen. |
Lagerplatz |
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keine fachlichen Einschränkungen mehr. Die Einlager-Priorität erlaubt eine beliebige Sortierung, um die Lagerplatzwahl auf der letzten Stufe nicht dem Zufall zu überlassen. Sinnvolle Sortierungen sind z.B. das gleichmäßige Füllen von Fachböden (keine einseitigen Belastungen), Füllung von unten nach oben (Erreichbarkeit), etc. |
Für die Einlagerung von Ware ohne LHM werden die LHM-Einschränkungen bei der Strategie nicht berücksichtigt. Dafür werden einfache volumetrische Berechnungen für das Fachvolumen und den möglichen Platzbedarf für die Ware angesetzt.
Für die Einlagerung können alle Lagerplätze als Einlagerungspunkt gewählt werden, die die Klassifizierung "LOGMALL:WARENEINGANG" haben. Diese Lagerplätze können eingestellt werden.
Im Rahmen der Einlagerstrategie werden alle Lagerplätze derer der Lagertyp die Klassifizierung "LOGMALL:LAGER" hat herangezogen. Auf andere Plätze wird nicht automatisch eingelagert. Alle Einstellungen für die Einlagerstrategien erfolgen aus dem Zusammenspiel zwischen dem Artikelstamm des einzulagernden Artikels und den Eigenschaften des Lagerplatzes bzw. indirekte des zugehörigen Lagerplatzstamm und des Lagertypens.
Für die Einlagerung müssen Lagereinheiten mit einer Beladung in einem Wareneingangsbereich liegen. Es ist unabhängig, ob diese zu einem Wareneingang gehören. "Mit" oder "ohne Ladeshilfsmittel (LHM)" für die Lagereinheiten wird von der mobile App Einlagerung berücksichtigt.
Es ist möglich mit der mobile App Einlagerung den kompletten Einlagerungsvorgang abzuschließen. Das führt dazu, dass die erzeugten Transporte auch innerhalb der App bereits fertig gemeldet werden. Prinzipiell ist es allerdings auch möglich, dass die Transporte von anderen Apps ausgeführt werden.
Nach dem Starten der App und einem evtl. Login (gleiches Verhalten für alle mobilen Apps) erwartet die App im Hauptdialog die Auswahl eines Wareneingangsplatzes von dem aus alle folgenden Einlagerprozesse durchgeführt werden.
Nach Eingabe eines validen Wareneingangs, werden sofort die dort befindlichen Lagereinheiten summarisch, die Lieferungen und evtl. schon offene Einlagerungsaufträge angezeigt. Der Wareneingangsplatz – als Arbeitsplatz – bleibt bei den folgenden Buchungen erhalten, so dass ein schnelles Arbeiten gewährleistet ist. Eine Änderung des Wareneingangsplatzes ist jederzeit möglich.
Die folgenden Anwendungsfälle beschreiben ausschließlich die Anwendungsfälle, die mit dieser Applikation realisiert werden können. Sie sind entsprechend ihrer Anwendungshäufigkeit sortiert.
Während der gesamten Einlagerung kann der Transportauftrag storniert werden über die Funktion STORNIEREN.